Generika sichern die Versorgung bei Volkskrankheiten

Es gibt kaum eine Volkskrankheit mehr, die nicht mit Generika behandelt wird. Diese Medikamente sind vom Wirkstoff her identisch mit dem Original-Präparat und somit genauso wirksam. Aber: Sie sind günstiger – und das führt zu einer starken Entlastung des Gesundheitssystems. So wiederum wird es möglich, eine breite Bevölkerung mit Arzneimitteln zu versorgen.

Bluthochdruck

Vier von fünf Anti-Hypertonika (Medikamente gegen Bluthochdruck) werden von Generika-Unternehmen hergestellt. Damit wird überwiegende Mehrheit der 20 bis 30 Millionen Bluthochdruckpatienten (so lautet eine Schätzung der Deutschen Hochdruckliga) auf diese Weise versorgt. Bei den ACE-Hemmern – das ist die Wirkstoffgruppe, mit der ein Großteil der Bluthochdruckpatienten in Deutschland behandelt wird – sind sogar 99,5 Prozent der Verordnungen generisch.

Schmerzen

Patienten, die vom Arzt ein Schmerzmittel (Analgetikum) verschrieben bekommen, erhalten in aller Regel nicht das Original, sondern ein wirkstoffgleiches Generikum: 93,7 Prozent der im Jahr 2018 in Deutschland ärztlich verordneten, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Schmerzmittel klassifizierten, Wirkstoffe waren Generika. Ähnlich sieht es bei den nicht verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln aus: Hier waren Analgetika waren die absatzstärkste Arzneimittelgruppe im Apothekenmarkt im ersten Quartal 2019.

Depressionen

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gehören zu den Standardwirkstoffen bei einer Depression. Und sie werden fast ausschließlich von Generika-Unternehmen hergestellt. So gab es im Jahr 2018 insgesamt 6.764.000 Verordnungen in Deutschland – davon waren 6.751.859 generisch. Das entspricht einem Anteil von 99,8 Prozent.

Diabetes

Von den Medikamenten, die von der Weltgesundheitsorganisation als Antidiabetikum eingetragen sind, ist ein gutes Drittel generisch und damit aus der Versorgung der von der Deutschen Diabetes-Hilfe angenommenen rund sechs Millionen Erkrankten nicht mehr wegzudenken.

Antibiotika

Die Versorgung mit Antibiotika entfällt überwiegend auf Generika. So sind 97,1 Prozent der Antibiotika, die systemisch (also nicht lokal) eingenommen werden, Nachahmerprodukte.