Generika in Deutschland – Marktdaten 2015

Generikaunternehmen haben im letzten Jahr noch mehr Verantwortung für die Arzneimittelversorgung der Versicherten der Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernommen: 77 % aller zugunsten der Krankenkassen abgegebenen Arzneimittel waren Generika. Die GKV profitiert davon doppelt, denn Generika ermöglichen eine Versorgung mit modernen Arzneimitteln zu sehr niedrigen Kosten.

Insgesamt hat die GKV im Jahr 2015 allerdings erneut mehr für Arzneimittel ausgegeben. Daher stellt sich die Frage, ob das „Mehr an Generikaversorgung“ auch zu höheren Ausgaben führt. Im Gegenteil: Trotz wachsendem Versorgungsanteil sinken die Ausgaben der GKV für Generika stetig. Auf Basis der Listenpreise betrugen sie 5,2 Mrd. Euro. Diese reduzieren sich allerdings um die Rabatte. Diese zusätzlichen Preisnachlässe aus Rabattverträgen haben mit 3,6 Mrd. Euro in 2015 ein neues Hoch erreicht. Den Großteil der Rabatte –  Schätzungen liegen zwischen 80 % und 90 % – mussten dabei Generikaunternehmen leisten. Daraus folgen Netto-Ausgaben der GKV für Generika in Höhe von ca. 2 Mrd. Euro. Das sind weniger als 10 % der Netto-Ausgaben der GKV – bemessen nach Werkspreisen, also abzüglich der Rabatte aus Rabattverträgen und ohne Berücksichtigung der Vergütung des Großhandels, der Apotheker und der Mehrwertsteuer, die am Ende allesamt in den sogenannten Apothekenverkaufspreis eingehen.

Der Trend aus den vergangenen Jahren, wonach sich die Schere zwischen Versorgungsanteil und Generikaausgaben der GKV immer weiter öffnet, setzt sich also auch in 2015 fort.

Viele weitere interessante Entwicklungen rund um die Themen Generika finden Sie in der Broschüre „Generika in Deutschland – Marktdaten 2015“.

 

 

Marktdaten Pro Generika 2015
 ( PDF, 1 MB )