
Die Inflation trifft die Generika-Branche besonders hart, denn Hersteller bleiben auf den Mehrkosten sitzen.
Preise erhöhen? Geht nicht. Und der Inflationsausgleich kann das Problem auch nicht abmildern.
Die Preise für Wirkstoffe, Produktion und Fracht explodieren – und das wird immer mehr zum Problem für die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Denn: Die Generika-Hersteller können die steigenden Kosten etwa für Fracht, Papier und Wirkstoffe nicht auf den Preis umlegen. Zwar sieht das Gesetz eine Möglichkeit vor, die es den Herstellern erlaubt, den Preis um den Wert der Inflation anzuheben. Doch dieser Inflationsausgleich mildert das Problem nicht. Für 77 Prozent der generischen Arzneimittel (PZN) gilt er nicht – und bei den übrigen bildet er nicht die realen Kostensteigerungen für die Industrie ab.
Dazu Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika: „Wenn wir die Versorgung mit Generika sichern wollen, müssen wir angesichts der explodierenden Kosten den Preisdruck lockern. Der Inflationsausgleich reicht dafür bei weitem nicht aus. Anderenfalls muss uns klar sein, dass sich Hersteller zurückziehen. Denn wenn die Kosten die Preise übersteigen, droht ein Verlustgeschäft – und das kann sich kein Unternehmen leisten.“
August 2022
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen