Unser Glossar

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Das Sach­leis­tungs­prin­zip gehört zu den Struk­tur­prin­zi­pi­en der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) in Deutsch­land und ist in § 2 des Fünf­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch (SGB V) gesetz­lich fest­ge­schrie­ben. Es ver­steht dar­un­ter die Bereit­stel­lung von medi­zi­ni­schen Sach- und Dienst­leis­tun­gen durch die Kran­ken­kas­se. Der Pati­ent, d. h. ent­we­der das Kran­ken­kas­sen­mit­glied oder ein mit­ver­si­cher­ter Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger, nimmt danach Leis­tun­gen zur Kran­ken­be­hand­lung von der Kran­ken­kas­se selbst in Anspruch, ohne dafür eine Rech­nung vom Leis­tungs­er­brin­ger zu erhal­ten. Das Gegen­teil ist das Kos­ten­er­stat­tungs­prin­zip. Dabei erstat­tet die Kran­ken­kas­se ihren Mit­glie­dern die Kos­ten für die von den Leis­tungs­trä­gern erbrach­ten ärzt­li­chen Behand­lun­gen nach­träg­lich. Das Sach­leis­tungs­prin­zip gilt auch in der sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung und in der gesetz­li­chen Unfallversicherung.

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secur­Pharm bezeich­net sowohl das deut­sche Fäl­schungs­schutz­sys­tem als auch den Zusam­men­schluss von Gesund­heits­ak­teu­ren (Her­stel­le­ren, Groß­händ­lern, Apo­the­kern), der als Orga­ni­sa­ti­on dahin­ter­steht. Basie­rend auf der EU-Fäl­schungs­schutz­richt­li­nie, wel­che indi­vi­du­el­le Sicher­heits­merk­ma­le auf Arz­nei­mit­tel­pa­ckun­gen vor­schreibt, kann mit­tels der secur­Pharm-Daten­bank die Echt­heit von Arz­nei­mit­teln anhand indi­vi­du­el­ler ran­do­mi­sier­ter Packungs­merk­ma­le (via Erst­öff­nungs­schutz sowie soge­nann­ter Data Matrix Codes) geprüft werden.

Das gemein­sa­me IT-Sys­tem „EU Hub“ ver­bin­det die natio­na­len Fäl­schungs­schutz­sys­te­me der EU/EEA-Mit­glieds­staa­ten mit­ein­an­der und ermög­licht die Veri­fi­zie­rung von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln um die Sicher­heit und Qua­li­tät der euro­päi­schen Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung zu gewährleisten.

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Im Fünf­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch (SGB V) sind alle Bestim­mun­gen zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung zusam­men­ge­fasst. Das SGB V trat am 1. Janu­ar 1989 in Kraft.

Die im SGB V gere­gel­te Kran­ken­ver­si­che­rung ist als Soli­dar­ge­mein­schaft beschrie­ben, die die Auf­ga­be hat, die Gesund­heit der Ver­si­cher­ten zu erhal­ten, wie­der­her­zu­stel­len oder ihren Gesund­heits­zu­stand zu bes­sern. Der­zeit sind etwa 90 % der deut­schen Bevöl­ke­rung in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung versichert.

Als Geburts­stun­de der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung als Teil der Sozi­al­ver­si­che­rung gilt der 17. Novem­ber 1881. Reichs­kanz­ler Otto von Bis­marck ver­las an die­sem Tag vor dem Reichs­tag die Kai­ser­li­che Bot­schaft. Am 29. Mai 1883 ver­ab­schie­de­te der Reichs­tag das Gesetz zur Kran­ken­ver­si­che­rung, das am 15. Juni ver­kün­det wur­de und mit dem 1. Dezem­ber 1884 in Kraft trat.

Die Kran­ken­ver­si­che­rung ist der ältes­te Teil der Sozi­al­ver­si­che­rung. Spä­ter folg­ten ihr die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (1884), die Inva­li­den- und Alters­si­che­rung (1889), die Ange­stell­ten­ver­si­che­rung (1911) und die Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung (1927). Als letz­tes kam 1995 die Pfle­ge­ver­si­che­rung hinzu.

Seit dem 1. Janu­ar 1914 wur­de die Sozi­al­ver­si­che­rung in der Reichs­ver­si­che­rungs­ord­nung (RVO) gere­gelt. Die RVO wur­de seit 1976 schritt­wei­se durch das Sozi­al­ge­setz­buch abge­löst. Dane­ben ver­blei­ben Tei­le der RVO wei­ter­hin in Kraft. Ganz über­wie­gend fin­den sich die Rege­lun­gen zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung heu­te aber in dem seit 1989 gel­ten­den SGB V.

Meh­re­re Refor­men der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung sind seit­dem in Kraft getreten.

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Auch: GKV-Spit­zen­ver­band

Er ist die zen­tra­le Inter­es­sen­ver­tre­tung der gesetz­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­kas­sen in Deutsch­land. Er gestal­tet die Rah­men­be­din­gun­gen für einen inten­si­ven Wett­be­werb um Qua­li­tät und Wirt­schaft­lich­keit in der gesund­heit­li­chen und pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung. Die Gesund­heit der rund 73 Mil­lio­nen Ver­si­cher­ten steht dabei im Mit­tel­punkt sei­nes Handelns.

Die vom GKV-Spit­zen­ver­band abge­schlos­se­nen Ver­trä­ge und sei­ne sons­ti­gen Ent­schei­dun­gen gel­ten für alle Kran­ken­kas­sen, deren Lan­des­ver­bän­de und damit prak­tisch für alle gesetz­lich Ver­si­cher­ten. Der GKV-Spit­zen­ver­band unter­stützt die Kran­ken­kas­sen und ihre Lan­des­ver­bän­de bei der Erfül­lung ihrer Auf­ga­ben und bei der Wahr­neh­mung ihrer Interessen.

Die Wir­kungs­mög­lich­kei­ten des GKV-Spit­zen­ver­ban­des sind viel­fäl­tig. So berät er die Par­la­men­te und Minis­te­ri­en im Rah­men aktu­el­ler Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren und ist stimm­be­rech­tig­tes Mit­glied im Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss. Mit den Ver­trags­part­nern auf Bun­des­ebe­ne schließt er Ver­trä­ge und Ver­ein­ba­run­gen sowie ver­han­delt Richt­li­ni­en für die gesund­heit­li­che und pfle­ge­ri­sche Versorgung.

 

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