Unser Glossar

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Die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen, die Lan­des­ver­bän­de der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen und die Ersatz­kas­sen tref­fen Ende jeden Jah­res soge­nann­te Arz­nei­mit­tel­ver­ein­ba­run­gen, in denen Aus­ga­ben­vo­lu­mi­na für ver­trags­ärzt­li­che Ver­ord­nun­gen von Arz­nei­mit­teln ver­ein­bart wer­den. Die­se Aus­ga­ben­vo­lu­mi­na bestim­men die Ober­gren­ze der Ver­gü­tung für Arz­nei­mit­tel, also wie viel Geld den Ver­trags­ärz­ten im nächs­ten Jahr zur Ver­ord­nung von Arz­nei­mit­teln und ande­ren Leis­tun­gen jeweils zur Ver­fü­gung gestellt wird.

Um die Ein­hal­tung des Aus­ga­be­vo­lu­mens und somit die Wirt­schaft­lich­keit der Ver­ord­nun­gen sicher­zu­stel­len, wer­den Richt­grö­ßen für die ver­schie­de­nen Arzt­grup­pen fest­ge­legt. Die­se Richt­grö­ßen erge­ben sich aus den Durch­schnitts­wer­ten der ver­ord­ne­ten Leis­tun­gen der ein­zel­nen Arzt­grup­pen und bestim­men die Volu­mi­na der Arz­nei­mit­tel, die Ver­trags­ärz­te der jewei­li­gen Arzt­grup­pe jähr­lich ver­ord­nen dürfen.

Richt­grö­ßen sind dem­nach Durch­schnitts­wer­te, die den Ärz­ten die Ober­gren­ze der Arz­nei­mit­tel­aus­ga­ben pro Kalen­der­jahr und pro Pati­en­ten vor­ge­ben. Sie wer­den arzt­grup­pen­spe­zi­fisch und fall­be­zo­gen berech­net. In Wirt­schaft­lich­keits­prü­fun­gen wird die Ein­hal­tung die­ser ver­ein­bar­ten Ver­sor­gungs- und Wirt­schaft­lich­keits­zie­le über­wacht. Über­schrei­tet ein Arzt die für sei­ne Arzt­grup­pe fest­ge­leg­ten Richt­grö­ßen um mehr als 25 Pro­zent, wird er von den Kran­ken­kas­sen reta­xiert und muss, sofern er dies nicht durch Pra­xis­be­son­der­hei­ten oder eine über­durch­schnitt­lich stark ange­stie­ge­ne Pati­en­ten­an­zahl begrün­den kann, den Mehr­auf­wand zurückerstatten.

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