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Der Verband Pro Generika

Wir sind der Verband der Generika- und Biosimilarunternehmen in Deutschland. Generika- und Biosimilarunternehmen decken 77 Prozent des gesamten Arzneimittelbedarfs der Gesetzlichen Krankenversicherung. Dafür stellen sie jährlich rund 33 Milliarden Tagestherapiedosen für die Versorgung bereit.

Seit Mai 2015 ist unter dem Dach des Pro Generika e.V. die Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars angesiedelt. Die AG steht allen Unternehmen offen, die in Deutschland Biosimilars entwickeln, herstellen oder auf den Markt bringen. Weitere Informationen zur Arbeit der AG finden Sie auf dem eigenen Webauftritt.

Grundsätze und Ziele

Wir engagieren uns für eine bezahlbare und damit nachhaltige Arzneimittelversorgung in Deutschland.

  • Generika ermöglichen eine bezahlbare Arzneimittelversorgung und sorgen damit für einen nachhaltigen Zugang der Patientinnen und Patienten zu modernen Arzneimitteltherapien. Für die meisten Indikationsgebiete garantieren Generika bereits eine leitliniengemäße Versorgung zu niedrigen Preisen. Generika decken über drei Viertel des Arzneimittelbedarfs der Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Tendenz steigend. Die Generikaunternehmen erhalten dafür weniger als ein Zehntel des gesamten Betrages, den die Gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel aufwenden. Tendenz weiter sinkend.

Wir sichern eine qualitativ hochwertige und gerechte Arzneimittelversorgung, auf die alle Patienten einen Anspruch haben.

  • Generikaunternehmen produzieren gemäß den strengen deutschen und europäischen Zulassungs- und Qualitätsstandards höchste Arzneimittelqualität. Mit der Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. der europäischen Schwesterbehörde EMA weisen Generika und Biosimilars nach, dass sie im Vergleich zu den Präparaten des Erstanbieters absolut gleichwertig sind. Generika stehen für gleiche Wirksamkeit und Qualität, aber deutlich niedrigere Preise.

Wir treten ein für fairen Wettbewerb.

  • Der Patentschutz für Arzneimittel beträgt in der Europäischen Union 20 Jahre und beginnt mit der Patentanmeldung des neuen Wirkstoffes. Hinzu kommen häufig noch zusätzliche Schutzfristen, die den Markteintritt von Generika verzögern. Nach dem Ende des Patentschutzes und sämtlicher zusätzlicher Schutzfristen muss es faire und gleiche Spielregeln für alle Wettbewerber geben. Das schafft den Freiraum, in dem eine Vielfalt von Generika- und Biosimilaranbietern entstehen kann. Diese Vielfalt sorgt für Wettbewerb auf dem patentfreien Arzneimittelmarkt. Und Wettbewerb führt zu sinkenden Arzneimittelpreisen, von denen zuallererst unser Gesundheitssystem profitiert.

Wir engagieren uns für einen nachhaltigen Wettbewerb.

  • Für über 60 Prozent der abgegebenen Generikapackungen gelten Rabattverträge, die die Krankenkassen auf der Grundlage von europaweiten Ausschreibungen mit den einzelnen Generikaunternehmen abschließen. Die Ausschreibung von Rabattverträgen ist unter den vielen Regulierungsinstrumenten im Arzneimittelmarkt eine der einschneidensten Maßnahmen, da sie ausschließlich auf den niedrigsten Preis abzielen. Entsprechend deutlich zeigen sich die Nebenwirkungen dieser Rabattverträge: Studien belegen eine stark zunehmende Marktkonzentration auf der Anbieterseite, die sich vor allem in den einzelnen Arzneimittelmärkten – wie etwa im Bereich der Antibiotika – zeigt. Nur eine hohe Anbietervielzahl von Generika- und Biosimilarunternehmen sorgt jedoch für Preiswettbewerb und einen nachhaltigen Wettbewerb um die bestmögliche Versorgung der Patienten. Das heutige Rabattvertragssystem erfüllt diese Anforderungen nicht und ist damit nicht nachhaltig.

Wir setzen uns dafür ein, dass Biosimilars in Deutschland eine Zukunft haben.

  • In den kommenden Jahren endet der Patentschutz für viele biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel. Diese hochkomplexen und sehr teuren Wirkstoffe haben neue Behandlungsoptionen bei etlichen schweren Krankheiten ermöglicht. Die Nachfolgeprodukte der patentierten Biopharmazeutika, die Biosimilars, sind in Zulassung und Herstellung um ein Vielfaches teurer und aufwendiger als herkömmliche Generika. Nur der Markteintritt von Biosimilars führt aber zu einer Absenkung der Arzneimittelpreise bei den Biopharmazeutika, wodurch Patienten dauerhaft Zugang zu diesen hochwirksamen Medikamenten erhalten. Wir setzen uns daher im Dialog mit Politik, Krankenkassen, Ärzten und Apothekern dafür ein, den Weg für Biosimilars in Deutschland frei zu machen.

Wir engagieren uns für eine bürokratiearme Regulierung und Gesetzgebung und einen starken Generika- und Biosimilarstandort Deutschland.

  • Nicht nur die Branche der Generika- und Biosimilarunternehmen hat sich in den vergangenen Jahren, wie die meisten anderen Wirtschaftszweige auch, globalisiert. Auch der globale Bedarf an Arzneimitteln nimmt weiter zu. Es sind vor allem Generika, die weltweit immer mehr Menschen Zugang zur Arzneimittelversorgung ermöglichen.
  • Entsprechend findet auch die Produktion und Vermarktung weltweit statt, die Zulassungsverfahren sind zumeist europäisch. Weltweit führende Generika- und Biosimilarunternehmen sind in Deutschland beheimatet. Eine pharmazeutisch-industrielle Infrastruktur in Deutschland ist für eine langfristig sichere und nachhaltige Arzneimittelversorgung von grundlegender Bedeutung. Der immer weiter steigende Preis- und Rabattdruck sowie die stetig steigenden regulatorischen und bürokratischen Maßnahmen führen dagegen zu einem kontinuierlichen Prozess von Produktionsverlagerungen der Unternehmen außerhalb der EU.

Wir führen einen fairen und konstruktiven Dialog mit allen Akteuren, um auch künftig eine bezahlbare und damit nachhaltige Gesundheitsversorgung in Deutschland zu gewährleisten.

  • Pro Generika ist im Gespräch mit Politik, Krankenkassen, Ärzten, Krankenhäusern und Apothekern und nicht zuletzt den Patienten über die Vorteile, die Generika und Biosimilars bedeuten. Wir engagieren uns im Dialog mit den Beteiligten in der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik dafür, Generika- und Biosimilarwettbewerb so zu gestalten, dass die Anbietervielfalt und damit die Versorgung der Patienten nachhaltig gesichert werden kann.

Unsere Mitglieder eint die Überzeugung, dass sich die Auswahl eines Arzneimittels ausschließlich an den medizinischen Belangen eines Patienten orientieren muss. Daher haben sich unsere Mitgliedsunternehmen dem Pro Generika-Kodex der generischen Industrie für die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitswesen in Deutschland unterworfen, dessen Ziel es ist, die ethisch einwandfreie Zusammenarbeit zwischen der pharmazeutischen Industrie und den Fachkreisen sowie Patienten und deren Organisationen zu unterstützen und einen verantwortungsbewussten Umgang zu fördern.