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Gute Gründe für Generika & Biosimilars

Generika und Biosimilars bieten wichtige Vorteile für die Behandlung von Patienten, die Behandlungsoptionen der Ärzte und für die Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitssystems.

Generika und Biosimilars ermöglichen Patienten nachhaltigen Zugang zu modernen Arzneimitteln

Mit einem Anteil von 77 % übernehmen Generika den Großteil der Arzneimittelversorgung in Deutschland

  • Generika haben höchste Versorgungsrelevanz. Dies zeigt bereits ein Blick auf die in Deutschland verordneten Tagestherapiedosen: Von 100 Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden, erhalten rund 77 Patienten ein Generikum.
  • Generika finden ihren Einsatz in der leitliniengerechten Therapie vieler Volkskrankheiten wie unter anderem bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Diabetes. Die Versorgung der Krankenversicherten mit Antibiotika wird nahezu vollständig von Generikaunternehmen sichergestellt: Im Jahr 2015 waren rd. 440 Mio. der insgesamt 522 Mio. verordneten Antibiotika-Tagestherapiedosen Generika. Mittel der Wahl sind Generika und Biosimilars auch bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Rheuma und Autoimmunerkrankungen.
  • Läuft der Patentschutz hochpreisiger patentgeschützter Arzneimittel ab, können Generika oder Biosimilars für die Patientenversorgung zur Verfügung gestellt werden. Oft zeigt sich zu diesem Zeitpunkt, dass die Anzahl der insgesamt verordneten Arzneimittel mit diesem Wirkstoff ansteigt. Dieser ungedeckte medizinische Bedarf hat seine Ursache unter anderem in den hohen Kosten und dem daraus resultierenden restriktiven Einsatz von Therapien mit patentgeschützten Arzneimitteln. Erst die Verfügbarkeit von Generika und Biosimilars befriedigt diesen sogenannten „unmet medical need“.

Generika und Biosimilars bieten höchste Qualität

  • Generika und Biosimilars unterliegen den gleichen Anforderungen an Qualität und Arzneimittelsicherheit wie alle anderen Arzneimittel auch.
  • Deutsche und europäische Vorschriften regeln die Zulassung und Qualitätsüberwachung von Arzneimitteln im Detail. Sie stellen an jeden Arzneimittelhersteller höchste Anforderungen hinsichtlich Zulassungsvoraussetzungen, Produktionsprozesse und Qualitätskontrollen.
  • Generika- und Biosimilarunternehmen stellen diese Anforderungen unter der Aufsicht von deutschen und europäischen Überwachungsbehörden sicher.

Generika und Biosimilars haben unverzichtbare Kostenvorteile

  • Ohne Generika lässt sich eine Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln nicht gewährleisten: Sie decken 77 Prozent des Arzneimittelbedarfs – und das bei einem Anteil an den realen Arzneimittelkosten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von nur rund 10 Prozent. Die erheblichen Preisnachlässe aus Rabattverträgen sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Vielfalt der Generikaunternehmen der Motor für den Wettbewerb ist: Je mehr Generikaanbieter auf dem Markt sind, umso rascher sinken Arzneimittelpreise.

Weniger als 10 % der realen Arzneimittelausgaben der GKV entfallen auf Generika

  • Die durchschnittlichen Tagestherapiekosten eines Generikums sind zudem seit 2005 von 0,22 Euro kontinuierlich auf 0,16 Euro in 2016 gesunken. Bei diesem Vergleich sind die weiteren, erheblichen Preisnachlässe aus Rabattverträgen noch nicht einmal berücksichtigt. Hingegen entwickeln sich die Tagestherapiekosten für patentgeschützte Arzneimittel entgegengesetzt und steigen seit Jahren kontinuierlich an.

Die durchschnittlichen Tagestherapiekosten für patentgeschützte Arzneimittel haben einen neuen Höchststand erreicht

  • Als Folge der Rabattverträge betragen die tatsächlichen Tagestherapiekosten eines Generikums aber nur noch 6 Cent.

  • Die Kostenvorteile der Generika spiegeln sich auch bei den Einsparungen wider, die der GKV durch Generikawettbewerb zu Gute kommen: Im Jahr 2016 hat die GKV allein 15,9 Mrd. Euro mit Generika gespart – weitere 2,8 Mrd. Euro wären durch einen verstärkten Einsatz von Generika zusätzlich noch zu realisieren gewesen.
  • Die Einsparungen aus der Verordnung von Generika und Biosimilars kommen der GKV und somit letztlich den Patienten zu Gute: Die Einsparungen aus dem Generikawettbewerb eröffnen für die GKV den finanziellen Spielraum, um Patienten neue Therapieoptionen zu ermöglichen.
  • Biosimilars bieten dem deutschen Gesundheitswesen Einsparungsmöglichkeiten in Milliardenhöhe. Biosimilars sind eine relativ neue Wirkstoffklasse. Der Aufwand für die Entwicklung und Produktion von Biosimilars ist um ein Vielfaches höher als der für Generika. Aus diesem Grund fällt der Preisunterschied zwischen dem patentfreien Biopharmazeutikum und den Biosimilars zumeist geringer aus als bei Generika.