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Wirkstoff des Monats 2010



Wirkstoff des Monats Dezember:

BICALUTAMID

Testosteronhemmer bekämpft Prostatakrebs


Prostatakrebs (Prostatakarzinom) gehört in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten Krebsleiden des Mannes. In Deutschland erkranken etwa 10 Prozent der männlichen Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einem bösartigen Tumor dieses Organs. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 70 Jahren. Wird der Tumor rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen in der Regel gut. (...)



Wirkstoff des Monats November:

ZOLPIDEM

Schlafsignale verstärken


Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Dabei ist die Schlafdauer individuell sehr unterschiedlich und liegt bei Erwachsenen zwischen vier und zehn Stunden. Von Schlafstörungen spricht man erst dann, wenn Beeinträchtigungen in der Nachtruhe über einen längeren Zeitraum anhalten und zu einer spürbaren Verringerung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens führen. Umfragen zufolge leidet in Deutschland etwa jeder dritte Erwachsene gelegentlich an Ein- oder Durchschlafstörungen. Damit zählen diese Leiden zu den häufigsten psychosomatischen Beschwerden. (...)



Wirkstoff des Monats Oktober:

TOLPERISON

Entspannte Muskeln


Der aktive Teil des Bewegungsapparats wird von ungefähr 400 Einzelmuskeln gebildet. Jeder dieser Muskeln verfügt über die Fähigkeit zur Kontraktion (Anspannung) und Relaxation (Erschlaffung). Eine andauernde Muskelanspannung führt zu schmerzhaften Verspannungen und Krämpfen. Besonders häufig sind die Rücken- und Nackenmuskeln betroffen. Mögliche Ursachen dafür sind Verschleißerscheinungen und Überbelastung. Unbehandelt können diese Leiden chronisch werden. (...)



Wirkstoff des Monats September:

HYDROMORPHON

Schmerzleitung drosseln


Schmerzen sind als Warnsignal für Krankheiten, Unfallfolgen oder Abnutzungserscheinungen lebenswichtig. Bei vielen Erkrankungen und Verletzungen dauern Schmerzen aber auch dann an, wenn ihre Ursache erkannt wurde. Es besteht sogar das Risiko, dass Nervenzellen ein Schmerzgedächtnis entwickeln. In solchen Fällen erhält das Gehirn Schmerzimpulse, obwohl kein Reiz mehr vorhanden ist. (...)



Wirkstoff des Monats August:

FORMOTEROL

Entspannung für die Atemwege


Die typischen Symptome beim Asthma bronchiale sind anfallsartig auftretende Atemnot, Hustenattacken und Kurzatmigkeit. Diese werden durch eine chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut verursacht, die mit einer Überempfindlichkeit der Atemwege (Bronchien) auf verschiedene Reize einhergeht. Auslöser eines Asthmaanfalls sind Allergene (etwa Tierhaare und Hausstaubmilben) oder Belastungssituationen. Dabei verengen sich die Atemwege krampfartig. Gleichzeitig bildet die Lunge zähen Schleim und die Schleimhaut schwillt an. (...)



Wirkstoff des Monats Juli:

OXYCODON

Ein Angriff auf die Schmerzzentrale


Starke Schmerzen stellen eine enorme seelische und körperliche Belastung für die Betroffenen dar. Werden Schmerzimpulse nicht frühzeitig durch eine geeignete Behandlung unterdrückt, besteht zusätzlich das Risiko, dass sie im zentralen Nervensystem eine Gedächtnisspur hinterlassen. In solchen Fällen hat das Schmerzempfinden seine ursprüngliche Warnfunktion verloren und wird chronisch.



Wirkstoff des Monats Juni 2010: Ramipril und Hydrochlorothiazid

Doppelschlag gegen Bluthochdruck


Mindestens ein Viertel aller Deutschen leidet an Bluthochdruck (arterielle Hypertonie). Da diese Erkrankung oft über Jahre oder Jahrzehnte keine typischen Symptome aufweist, weiß etwa jeder zweite Betroffene nicht, dass er krank ist. Dabei richten dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte Schäden an den Blutgefäßen an, wodurch ernste Folgeerkrankungen drohen. Rund zwei Drittel aller Schlaganfälle und die Hälfte aller Herzinfarkte sind auf die arterielle Hypertonie zurückzuführen.



Wirkstoff des Monats Mai 2010: Bisoprolol

Ein Schutzschirm für Herz und Kreislauf


Zurzeit geht fast die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland auf das Konto einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Einer der wichtigsten Risikofaktoren für gefährliche Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist ein chronisch erhöhter Blutdruck (arterielle Hypertonie). Denn wenn der Druck in den Arterien dauerhaft die Schwellenwerte von 140 mm Hg (Systole) bzw. 90 mm Hg (Diastole) übersteigt, verengen und verhärten sich diese Gefäße (Arteriosklerose): Die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung nimmt zu. Zudem kann Bluthochdruck Schäden an Nieren und Augen verursachen. (...)

April 2010


Wirkstoff des Monats April 2010: Simvastatin

Ein Cholesterinsenker


Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Naturstoff, der in den Membranen aller Körperzellen vorkommt. Zudem stellt es Vorstufen für Steroidhormone, Gallensäuren und Vitamin D dar. Man unterscheidet zwischen dem „schlechten“ LDL-Cholesterin und dem „guten“ HDL-Cholesterin. (...)

März 2010: Losartan


Wirkstoff des Monats März 2010: Losartan

Hormonhemmer gegen überhöhten Blutdruck


Schätzungsweise 20 Millionen Deutsche leiden unter Bluthochdruck (arterielle Hypertonie). Da diese Volkskrankheit oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte keine eindeutigen Symptome aufweist, weiß etwa die Hälfte der Betroffenen nicht, dass sie krank sind. Dabei gehören chronisch erhöhte Blutdruckwerte zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. (...)

Februar 2010: Gabapentin


Wirkstoff des Monats Februar 2010: Gabapentin

Epileptischen Anfällen vorbeugen


Die Epilepsie macht sich durch chronisch wiederkehrende Anfälle bemerkbar. Dabei reichen die Symptome von kurzen Bewusstseinstrübungen bis hin zu abnormen motorischen Reaktionen (Krämpfe, Zuckungen) und schweren Bewusstseinsstörungen. Verursacht wird das Leiden, das in der Antike als Gunst der Götter galt, durch eine übersteigerte Erregungsbildung im Gehirn, in deren Folge es zu elektrischen Entladungen größerer Hirnzellverbände kommt. (...)

Januar 2010: Morphin


Wirkstoff des Monats Januar 2010: Morphin

Schmerzbremse


Starke Schmerzen verringern die Lebensqualität dramatisch. Daher sind Menschen, die unter starken Schmerzen leiden (Beispiele: postoperative Schmerzen, Tumorschmerzen) auf eine Schmerztherapie angewiesen, die rasch, zuverlässig und anhaltend wirkt. (...)

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letzte Änderungen: 23.5.2011 16:01