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Erste Kündigungen wegen Lieferschwierigkeiten

AOK–Rabattvertrag vor dem Scheitern


Berlin, 12.6.2007

Nachdem die AOK laut einem Bericht der Zeitung „Rheinische Post“ von heute die ersten Rabattverträge wegen anhaltender Lieferschwierigkeiten kündigen musste, steht das gesamte AOK-Vertragswerk nach Auffassung des Branchenverbands Pro Generika vor dem Scheitern.

Nach Angaben des Großhandels können nämlich vielfach nur maximal 20 Prozent der bestellten AOK-Arzneimittel geliefert werden, die Apotheker berichten von teils chaotischen Zuständen. „Schuld an der Misere sind allein diejenigen AOK-Vertreter, die glaubten, die Realitäten des Arzneimittelmarktes einfach ignorieren zu können“, betonte Pro Generika-Geschäftsführer Hermann Hofmann. Er forderte die AOK auf, den Mut zu einem kompletten Neuanfang in Sachen Rabattverträge aufzubringen. „Kooperation statt Konfrontation bringt allen Beteiligten mehr!“

Die AOK hatte insgesamt 89 Wirkstoffe ausgeschrieben, und dabei Bedingungen diktiert, die für die meisten Arzneimittel-Hersteller betriebswirtschaftlich inakzeptabel waren. Nur über 43 Wirkstoffe kamen Rabattverträge zustande. Vertragspartner der AOK sind ausschließlich Unternehmen mit sehr geringen Marktanteilen.

download 12.06.2007 | Pressemitteilung (PDF) (24.2 KB)

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