Arzneimittel-SpargesetzStrafe für Kostensenker
Berlin, 17.2.2006
Das Arzneimittel-Spargesetz, das heute vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden soll, bestraft ausgerechnet die Hersteller der preiswerten Arzneimittel. „Das so genannte Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz trifft mit brutalen Festbetragsabsenkungen und Preisabschlag in erster Linie diejenigen, die allein im vergangenen Jahr dafür gesorgt haben, dass die gesetzlichen Krankenkassen mehr als drei Milliarden Euro eingespart haben“, kritisierte Pro Generika-Geschäftsführer Hermann Hofmann.
Und wie in den Jahren zuvor sei auch 2005 mehr als eine Milliarde „verschenkt“ worden, weil die teureren Erstanbieterpräparate und nicht qualitativ gleichwertige preiswerte Generika zum Einsatz gekommen seien. „Wer das Problem permanent steigender Arzneimittelausgaben in den Griff bekommen will, muss das Marktsegment fördern, das nachweislich Kosteneinsparungen erzielt. Das AVWG geht den umgekehrten Weg“, bemängelte Hofmann. Denjenigen, die meinten, durch weitere Belastungen der Generikaindustrie die Ausgabenproblematik entschärfen zu können, drohe schon in wenigen Monaten ein „böses Erwachen“.
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