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Vorstand gewählt, Leitlinien verabschiedet


Berlin, 29.9.2004

Pro Generika präsentiert sich als die starke Stimme der Generikaindustrie in Deutschland
Der Verband Pro Generika hat heute auf seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt und seine gesundheitspolitischen Leitlinien verabschiedet. Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes, dessen Geschäftsstelle am 1. Juli in Berlin ihre Arbeit aufgenommen hat, repräsentieren rund 88 Prozent des Umsatzes derjenigen Arzneimittelhersteller, die sich selbst als Generikaunternehmen verstehen.* Dem Vorstand von Pro Generika gehören an: Dagmar Siebert (ratiopharm) als Vorsitzende, Anneliese Demberg (STADA AG) als Stellvertretende Vorsitzende sowie Hubert Mayr (Hexal), Alois Brenner (Lichtenstein) und Gerhard Hörl (Sandoz).

Pro Generika vertritt die gesundheits-, strukturund wirtschaftspolitischen Interessen der Hersteller von generischen Arzneimitteln. „Unser Ziel ist es, im Schulterschluss mit allen Akteuren im Gesundheitswesen - den Politikern, den Krankenkassen, den Ärzten, den Apothekern und den Bürgerinnen und Bürgern - den Nutzen von Generika auszuschöpfen“, erklärte Dagmar Siebert. Durch den Einsatz von Generika werden ohne Qualitätsverlust die Kosten im Gesundheitswesen gesenkt. Ohne Generika wäre die Ausgabensituation der Krankenkassen deutlich schlechter.

Trotz richtiger und wichtiger Ansätze ist das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) nach den Worten der Pro Generika-Vorsitzenden „eher weniger ‚pro Generika’“. Hier wird, so sagte Frau Siebert weiter, die politische Arbeit des Verbandes ansetzen, „um unsere Interessen zu vertreten, damit unser Gesundheitssysten langfristig bezahlbar bleibt“. Überregulierungen sollten zugunsten von mehr Transparenz und Effizienz beseitigt werden.

Wie Dagmar Siebert hervorhob, sind Generikaunternehmen bedeutsame Wirtschaftsfaktoren der deutschen Industrie. Die Wertschöpfung findet überwiegend in Deutschland statt, wo am Hochlohnstandort preisgünstige und wertvolle Arzneimittel entwickelt und produziert werden. „Damit hebt sich die Generikaindustrie positiv von anderen Pharmaunternehmen ab, die zwar nicht müde werden, auf ihren Status als forschende Arzneimittelhersteller zu pochen, in Deutschland aber meist lediglich Vertriebsorganisationen unterhalten.“

Neuer Vorstand, Leitlinien veranschiedet

Pro Generika-Geschäftsführer Hermann Hofmann unterstrich, dass der Verband für kommende gesundheitspolitische Debatten gut vorbereitet ist. Da mit einer erneuten Diskussion über steigende Arzneimittelausgaben zu rechnen sei, werde der Verband deutlich machen, wer die Preistreiber sind. „Marktdaten zeigen, dass der Absatz von Originalpräparaten stärker wächst als der von Generika.“

Unterstellungen, die Generikapreise seien in Deutschland höher als in anderen Staaten, wies Hofmann zurück. „Dafür gibt es nach wie vor keine wissenschaftlich seriöse Studie.“ Derartige Behauptungen seien lediglich ein Ablenkungsmanöver anderer Arzneimittelhersteller von der eigenen Preispolitik.

Dem Verband Pro Generika gehören an: abZ Pharma, Accedo Arzneimittel, ALIUD Pharma, CT-Arzneimittel, HEXAL, Lichtenstein Pharmazeutica, ratiopharm, Ribosepharm, Sandoz, STADA, TEVA generics.

* Nach Berechnungen von IMS Health repräsentieren die Pro Generika-Mitglieder 59 Prozent des gesamten Generikaumsatzes. Hierbei ist zu beachten, dass IMS auch Umsätze solcher Arzneimittelhersteller berücksichtigt, die nicht ausdrücklich als Generikaunternehmen firmieren oder als solche gelten.

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letzte Änderungen: 26.1.2012 9:01