Dezember 2009
Kurzanalyse Entwicklung im GKV-Arzneimittelmarkt
im Dezember 2009
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Kurzanalyse Marktdaten Dezember 2009 (pdf) (762.8 KB)
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Vorbemerkung:
Seit Januar 2009 benutzt IMS HEALTH eine neue Definition des generikafähigen Marktes, der zufolge der generikafähige Markt nunmehr folgende Produktgruppen umfasst:
• Generika
• Original nicht mehr geschützt
• Original nie geschützt
• Zweitanbieter nicht mehr geschützt.
Durch die Ausweitung des generikafähigen Marktes sinkt der Marktanteil der Generika. Daraus ergibt sich einen neue, niedrigere Generikaabsatzquote. Ebenfalls reduziert werden die Einsparpotentiale. Pro Generika hat sich entschieden, die Marktzahlen ab sofort nur noch in der neuen Definition darzustellen. Die Vergleichsgrößen 2008 spiegeln die neue Marktdefinition wider.
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1. Umsatz (Netto-Apothekenverkaufspreis) - Datenbasis: IMS HEALTH
Von Januar bis Dezember 2009 hat die GKV für die Arzneimittelversorgung netto, d.h. nach Abzug der Hersteller- und Apothekenabschläge, jedoch ohne Berücksichtigung von Patientenzuzahlungen und Rückflüssen aus Rabattverträgen, rund 28,631 Mrd. Euro ausgegeben. Das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Zuwachs von 1,308 Mio. Euro (+4,8%). Der Umsatz der patentgeschützten Arzneimittel stieg gegenüber dem Zeitraum vom Januar zum Dezember 2008 um 1,526 Mrd. Euro (10%) auf 16,741 Mrd. Euro. Der Umsatz im generikafähigen Markt ist hingegen um -217 Mio. Euro (-2,8%) auf 11,890 Mrd. Euro geschrumpft. Die Umsatzsteigerung im Generikamarkt von 404 Mio. Euro (5,3%) auf 8,077 Mrd. Euro reichte nicht aus, um den Umsatzabsturz der patentfreien Erstanbieterprodukte von -622 Mio. Euro (-14%) auf 3,813 Mrd. Euro zu kompensieren. Der Umsatzanteil der patentgeschützten Arzneimittel betrug im Zeitraum vom Januar bis zum Dezember 2009 58%. Dieser Entwicklung korrespondierend betrug der Wertanteil der generikafähigen Arzneimittel 42%.

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Umsatzverteilung GKV-Markt_Netto-AVP_Jan-Dez09 (pdf) (83.5 KB)
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Umsatzentwicklung einzelne Segmente_Jan-Dez09 (pdf) (74.4 KB)
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2. Absatz - Datenbasis: IMS HEALTH
Der Absatz im GKV-Gesamtmarkt hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um knapp 9,8 Mio. Packungseinheiten (PE) auf 676 Mio. PE erhöht. Dies entspricht einer Zunahme um 1,5%. Der Zuwachs beruht zum einen auf dem Mehrabsatz von 6 Mio. PE (+1,2%) im generikafähigen Markt. In diesem Marktsegment wurden im Untersuchungszeitraum 523 Mio. PE verordnet und abgegeben. Während sich der Generikaabsatz um 18,8 Mio. PE (4,7%) auf 422 Mio. PE vergrößerte, war bei den patentfreien Erstanbieterprodukten erneut ein Mengeneinbruch zu verzeichnen. Der Absatz dieser Arzneimittel ging um ungefähr 12,8 Mio. PE (-11,3%) auf 100,6 Mio. PE zurück. Der Absatzzuwachs in diesem Marktsegment ist mithin allein den Generika geschuldet. Ihr Mengenwachstum deutet darauf hin, dass erst Generika Ärzte in die Lage versetzen, alle Patienten leitliniengerecht mit dem jeweiligen Wirkstoff zu versorgen. Der Absatz der patentgeschützten Arzneimittel stieg gegenüber dem Januar bis Dezember 2008 um 3,8 Mio. PE (2,5%) auf 153 Mio. PE. Der Absatzanteil der patentgeschützten Arzneimittel belief sich im Zeitraum vom Januar bis zum Dezember 2009 auf 23%. Der Absatzanteil der generikafähigen Arzneimittel betrug 77%.

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Absatzverteilung GKV-Markt_Jan-Dez09 (pdf) (81.3 KB)
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3. Generikaquoten - Datenbasis: IMS HEALTH
a) Absatz
Die Generikaabsatzquote hat im GKV-Gesamtmarkt im Zeitraum vom Januar bis zum Dezember 2009 63% erreicht. Das sind knapp zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Im generikafähigen Markt beträgt die Generikaabsatzquote 81% (Januar bis Dezember 2008: 78%). Dies entspricht einer Steigerung von 3 Prozentpunkten.
b) Umsatz
Der Wertanteil der Generika hat sich im Analysezeitraum gegenüber dem Zeitraum vom Januar zum Dezember 2008 um einen Prozentpunkt verringert. Er beläuft sich jetzt auf 28% zum Netto-Apothekenverkaufspreis (Netto-AVP). Der Wertanteil zum Netto-Herstellerabgabepreis (Netto-HAP) beträgt 21%.
Sinkende Umsatzquoten gehen also mit steigenden Absatzquoten einher.
Generika decken mit ihrem Verordnungsanteil von knapp zwei Dritteln die „Grundlast“ der GKV-Arzneimittelversorgung. Aus Finanzsicht verursachen Generika hingegen weniger als ein Drittel der Ausgaben, welche die Krankenkassen für die Pharmakotherapie ihrer Versicherten aufwenden.

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Generikaquote_Jan-Dez09 (pdf) (56.8 KB)
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4. Einsparvolumina - Datenbasis: IMS HEALTH
Generika haben die GKV allein von Januar bis Dezember 2009 um 7,915 Mrd. Euro (nach alter IMS-Marktdefinition 11,869 Mrd. Euro) entlastet. Dieser Einsparbeitrag entspricht 0,8 Beitragssatzpunkten für das Gesamtjahr 2009. Die nicht ausgeschöpfte Effizienzreserve betrug 1,887 Mrd. Euro.
Im theoretischen Fall der kompletten Substitution patentfreier Erstanbieterprodukte durch Generika würde die GKV 2009 mithin um insgesamt 9,802 Mrd. Euro entlastet. Der Effizienzgewinn der GKV im Generikamarkt beruht auf der stetigen Zunahme der Verordnung und Abgabe von Generika einerseits (vgl. Tz. 2) und der Preisdifferenz zwischen patentfreien Erstanbieterprodukten und Generika andererseits (vgl. Tz. 5). Das Einsparvolumen von 7,915 Mrd. Euro im Analysezeitraum wurde auf der Basis der Listenpreise ermittelt.
Die tatsächliche Entlastung der GKV durch Generika geht indes deutlich darüber hinaus. Denn die GKV profitiert zudem von Rabattverträgen, die Krankenkassen nach § 130a Abs. 8 SGB V mit pharmazeutischen Unternehmern geschlossen haben. Sie zahlt letztlich Preise, die die Listenpreise generell (Sortimentsverträge) oder partiell (Wirkstoffverträge) unterschreiten. Rabattvertragspartner der Krankenkassen sind aber fast durchweg Generikahersteller. 96,4% der Arzneimittel, die im Rahmen von Rabattverträgen verordnet und abgegeben werden, sind nämlich Generika (vgl. Tz 9).
Die zusätzlichen Einsparungen, die die GKV durch Rabattverträge erzielt hat, können derzeit jedoch nicht beziffert werden. Die Rabattkonditionen werden von den Vertragspartnern aus guten Gründen geheim gehalten, die die Rabatte deshalb auch bilateral und direkt miteinander abrechnen. Nach einer zum 01.07.2008 in Kraft getretenen Änderung des Kontenrahmens der GKV ist aber sichergestellt, dass zumindest das Gesamtvolumen der Rückflüsse aus den Rabattverträgen ab dem 2. Halbjahr 2008 auf den Tisch kommt. Valide und belastbare Daten über die Einnahmen der Krankenkassen aus den Vereinbarungen nach § 130a Abs. 8 SGB V liegen Dies ist bisher jedoch noch nicht vor (Stand Februar 2010). Einzelne Pressemitteilungen zu diesem Thema, in denen Einsparungen in der Höhe von 310 Mio. Euro kommuniziert wurden, hat das BMG nicht offiziell bestätigt.
Fest steht indes gleichwohl: Die stetig steigenden Arzneimittelausgaben der Krankenkassen sind nicht den preisgünstigen Generika geschuldet. Wer sie in den Griff bekommen will, muss den Hebel im Segment der patentgeschützten Medikamente ansetzen.

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Einsparvolumina_Gesamt09 (pdf) (75.8 KB)
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5. Durchschnittspreise - Datenbasis: IMS HEALTH
Der Netto-Durchschnitts-AVP der patentgeschützten Arzneimittel lag im Dezember 2009 bei 110,92 Euro. Der durchschnittliche Netto-HAP dieser Produkte belief sich auf 78,87 Euro. Der Netto-Durchschnittspreis patentfreier Erstanbieterprodukte betrug 37,81 Euro (AVP) bzw. 23,31 Euro (HAP). Generika kosteten in der Apotheke im Mittel 19,12 Euro, ihre Hersteller erlösten durchschnittlich 9,15 Euro. Der durchschnittliche Netto-Preisabstand zwischen patentfreien Erstanbieterprodukten und Generika betrug im Dezember 2009 18,69 Euro (AVP) bzw. 14,16 Euro (HAP). Der Netto-AVP eines patentfreien Erstanbieterproduktes war demnach im Durchschnitt doppelt so hoch wie der eines Generikums. Betrachtet man den Herstellerabgabepreis, beläuft sich der Steigerungsfaktor sogar auf 2,6.
Der durchschnittliche Netto-AVP einer GKV-Verordnung lag im Dezember 2009 bei 42,57 Euro. Trotz des hohen Absatzanteils niedrigpreisiger Generika bewirken die hochpreisigen Produkte der anderen Segmente eine deutliche Verschiebung zuungunsten der GKV. So liegt der durchschnittliche Netto-AVP einer GKV-Verordnung um 23,45 Euro oder den Faktor 2,2 über dem durchschnittlichen Netto-AVP der zu Lasten der GKV abgegebenen Generika.

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AVP und HAP einzelneSegmente_Dez09 (pdf) (63.4 KB)
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Umsatzverteilung GKV-Markt_Netto-HAP_Jan-Dez09 (pdf) (82.1 KB)
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6. Entwicklung der Erlöse (Preisbasis: Netto-HAP) - Datenbasis: IMS HEALTH
Der Nettoumsatz oder Nettoerlös errechnet sich aus der Summe der mit dem Netto-HAP (Herstellerabgabepreis) bewerteten Absatzmengen von Arzneimittelpackungen. Der Netto-HAP entspricht dem HAP (Listenpreis) ohne Umsatzsteuer nach Abzug der Herstellerabschläge. Im GKV-Markt erzielten die pharmazeutischen Unternehmen von Januar bis Dezember 2009 einen Umsatz von 19,031 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 5,2%. Mit 12,508 Mrd. Euro (66%) kassierten die Hersteller patentgeschützter Arzneimittel wiederum den Löwenanteil dieses Betrages. Sie konnten ihren Erlös gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres dabei um 10,4% (1,2 Mrd. Euro) steigern. Den Herstellern patentfreier Erstanbieterprodukte flossen 2,512 Mrd. Euro zu. Ihr Erlös schrumpfte somit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um -14,6% (-430 Mio. Euro). Die Generikahersteller nahmen von Januar bis Dezember 2009 zu Listenpreisen rund 4,012 Mrd. Euro ein. Sie konnten ihre Erlöse um 199 Mio. Euro (5,2%) steigern. Dieser Mehrerlös dürfte primär auf den um 4,7% gewachsenen Absatz zurückzuführen sein. Die von der Generikaindustrie mit den Krankenkassen abgeschlossenen Rabattverträge sind nicht berücksichtigt. Der Erlöszuwachs von 199 Mio. Euro wäre jedenfalls dann bereits komplett aufgezehrt, wenn die Generikahersteller den Krankenkassen auf ihr gesamtes Sortiment einen Rabatt von 5% auf den HAP eingeräumt hätten.

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Erlösentwicklung_Jan-Dez09 (pdf) (71.8 KB)
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7. Wertschöpfungsanteile im Generikamarkt – Datenbasis: eigene Berechnungen
Ohne Berücksichtigung des Hersteller- und Apothekenabschlags sowie der Arzneimittelzuzahlungen der Patienten haben die Krankenkassen für ein Generikum im Dezember 2009 im Mittel 21,61 Euro bezahlt (durchschnittlicher Brutto-AVP nach der aktuellen IMS HEALTH-Segmentierung des Generikamarktes). Wenn es sich bei diesem Durchschnittswert um den Preis eines einzelnen Produktes handelte, erlöste der Hersteller brutto 8,96 Euro. Sein Wertschöpfungsanteil beliefe sich demnach auf 41,5%. Von den verbleibenden 12,65 Euro entfielen 9,20 Euro auf den Großhandels- und den Apothekenzuschlag (Wertschöpfungsanteil: 42,6%) sowie 3,45 Euro auf die Mehrwertsteuer (Wertschöpfungsanteil: 16,0%).
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Wertschöpfungsanteile_Dez09 (pdf) (76.2 KB)
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8. Festbetragsmarkt
Von Januar bis Dezember 2009 haben die Krankenkassen für Festbetragsarzneimittel 10,850 Mrd. Euro ausgegeben. Das entspricht einem Anteil von 37,9% an den GKV-Arzneimittelausgaben. Ihr Absatzanteil beträgt 71,8 % (485 Mio. PE). Mithin bilden Festbetragsarzneimittel das Rückgrat der Arzneimittelversorgung.
Die Generika dominieren diesen Markt mit Anteilen von 60,6% (6,572 Mrd. Euro) nach Umsatz und 78,3 % nach Absatz (380 Mio. PE) eindeutig.
Im Untersuchungszeitraum entfallen 81,4% des GKV-Generikaumsatzes auf unter Festbetrag stehende Produkte; nur 18,6% des Generikaumsatzes im GKV-Markt ist festbetragsfrei. Beim Absatz ist der Anteil der festbetragsgebundenen Generika mit 90% sogar noch höher, festbetragsfrei sind lediglich 10% des Absatzes.
Im Generikamarkt beträgt der Anteil der Festbetragsstufe 1 (FBS) nach Umsatz 37,5% und nach Absatz 45,4%; in der FBS 2 sind es nach Umsatz 35,9% und nach Absatz 35,6%. Für die FBS 3 lauten die entsprechenden Werte 8% bzw. 8,9%. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass das Gros der Arzneimittelrabatte (83,3%) Generika betrifft, die mit einem Festbetrag belegt sind (vgl. 10).
Jede Änderung von Festbeträgen hat somit gravierende Auswirkungen auf die Generikaindustrie. Die Zuzahlungsfreistellungen, die es nur im Festbetragsmarkt gibt, haben den Preisverfall im Generikamarkt extrem beschleunigt. Bei Festbetragsanpassungen sinkt der Festbetrag auf bzw. sogar unter die bisherige Zuzahlungsfreistellungsgrenze, die neue Zuzahlungsfreistellungsgrenze liegt danach um mindestens 30% unter dem früheren Limit. Die GKV kann das für sie kurzfristig lohnende Spiel, den Festbetrag immer wieder auf die Höhe der jeweiligen Zuzahlungsfreistellungsgrenze zu senken, in jeder Festbetragsgruppe aber nur sehr wenige Male spielen. Will sie zuviel, läuft sie Gefahr, wenig oder gar nichts zu bekommen, da die Unternehmen ihre Preise aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht auf die neuen Festbeträge bzw. Zuzahlungsfreistellungsgrenzen senken können. Die Zeche für eine solche verfehlte Preispolitik zahlen allerdings nicht die Krankenkassen, sondern die Patienten (wegfallende Zuzahlungsfreistellungen bzw. Aufzahlungen).

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Umsatzverteilung_GKV-FB-Markt_Gesamt_Jan-Dez09 (pdf) (83.3 KB)
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Umsatzverteilung_GKV-FB-Markt_Generika_Jan-Dez09 (pdf) (83.6 KB)
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Absatzverteilung_GKV-FB-Markt_Gesamt_Jan-Dez09 (pdf) (82.6 KB)
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Absatzverteilung_GKV-FB-Markt_Generika_Jan-Dez09 (pdf) (82.8 KB)
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Generikaanteile am FB-Markt_Gesamt09 (pdf) (121.8 KB)
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Anteil FB-AM am Generikamarkt_Gesamt09 (pdf) (121.9 KB)
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9. Zuzahlungsfreistellungen - Datenbasis: INSIGHT Health
Im Dezember 2009 waren 12.018 Arzneimittel von der Zuzahlung freigestellt. Damit hat sich die Anzahl dieser Produkte gegenüber dem Vorjahresmonat um 1.739 Präparate (16,9%) erhöht. Auf von der Zuzahlung freigestellte Medikamente entfiel im Dezember 2009 ein Absatzanteil von 21% des GKV-Marktes. Das waren drei Prozentpunkte mehr als im Dezember 2008. Von der Zuzahlung freigestellte Arzneimittel erzielten im GKV-Markt Umsatzanteile von 12,1% (AVP) bzw. 9,2% (HAP). Dies entspricht einer Zunahme von 12,4 Prozentpunkten (AVP) bzw. 7,7 Prozentpunkten (HAP) gegenüber dem Vorjahresmonat.
Bei fast allen von der Zuzahlung freigestellten Arzneimitteln handelte es sich um Generika; auf sie entfielen mit 11.625 freigestellten Produkten satte 96,7% der zuzahlungsfreien Arzneimittel. Trotz des Anstiegs der von der Zuzahlung freigestellter Generika im Dezember 2009 liegt das Gesamtvolumen gegenüber dem Vorjahr noch immer um 727 Präparate unter dem Stand vom Mai 2008 (12.907 freigestellte Präparate). Derzeit ist etwas mehr als ein Viertel (27,4%) aller aktiven generischen Handelsformen zuzahlungsfrei, im Mai 2008 waren es 32,1%. Die pharmazeutisch hochwertigen, sicheren, bewährten und preisgünstigen Generika entlasten also nicht nur die GKV in einem bislang nie da gewesenen Umfang (vgl. Tz 4), sondern sie schonen nach wie vor auch noch den Geldbeutel der Versicherten.
Da die Patienten ihre Zuzahlung auf den Listenpreis leisten, die Krankenkasse aber einen geringeren Preis für rabattbegünstigte Arzneimittel bezahlt, fließen ihr die höheren Zuzahlungen auf den Bruttopreis zu, wenn die Produkte nicht gemäß § 31 Abs. 3 Satz 4 oder 5 SGB V von der Zuzahlung freigestellt sind oder der Patient nach § 62 Abs. 1 SGB V von der Zuzahlung befreit ist.

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Zuzahlungsfreie AM_Dez09 (pdf) (68.4 KB)
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10. Rabattverträge - Datenbasis: INSIGHT Health
a) Rabattvertragsvolumen, Vertragspartner
Im Dezember 2009 bestanden 9.339 Rabattverträge, an denen 184 Krankenkassen und 141 pharmazeutische Unternehmer beteiligt waren. Demnach hat sich die Anzahl der pharmazeutischen Unternehmer, die mit Krankenkassen kontrahiert hatten, gegenüber dem Vorjahresmonat um 21,6% erhöht. Die Anzahl der Rabattverträge nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um das 1,6fache (3.562 Vereinbarungen) zu.
Gegenstand der 9,339 Rabattverträge waren 30.646 aktive Handelsformen, deren Anzahl sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2.140 Produkte (7,5%) erhöhte. Auf der Basis der Pharmazentralnummer (PZN) waren im Dezember 2009 2.594.183 Rabatte zu verzeichnen, was einem Plus von 505.250 Rabatten (24,2%) gegenüber dem Dezember 2008 entspricht. Mithin existierten im Dezember 2009 für jede aktive Handelsform durchschnittlich 85 Rabatte (Dezember 2008: 73).
b) Rabatte auf Generika
2.501.309 Rabatte betrafen Generika, das waren 472.505 Rabatte mehr als im Dezember 2008. Der Generikaanteil am Rabattgesamtvolumen liegt bei 96,4%. Mit 2.084.806 Rabatten entfiel das Gros der Rabatte (83,3%) auf Generika, die mit einem Festbetrag belegt waren. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergab sich bei diesen Produkten ein Zuwachs von 412.311 Rabatten (24,7%).
c) Rabatte auf patentfreie Erstanbieterprodukte
Im Dezember 2009 waren auf PZN-Basis 33.363 Rabatte auf patentfreie Erstanbieterprodukte vereinbart. Dies entspricht einem verschwindend geringen Anteil von 1,3% am Rabattgesamtvolumen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Anzahl dieser Rabatte allerdings 1,7fach so hoch. Auch bei den patentfreien Erstanbieterprodukten betraf der Großteil der Rabatte (24.031) den Festbetragsmarkt; der Anteil der rabattierten festbetragsgebundenen patentfreien Erstanbieterprodukte lag mit 71,7% jedoch deutlich unter dem der festbetragsgebundenen rabattierten Generika.
d) Rabatte auf patentgeschützte Arzneimittel
Auf PZN-Basis gab es im Dezember 2009 18.712 Rabatte auf patentgeschützte Arzneimittel. Ihre Anzahl ist dem Vorjahresmonat gegenüber um 5.971 auf das 1,5fache gestiegen. Ihr Anteil am Rabattgesamtvolumen beträgt wie im Vorjahresmonat 0,7%.
e) Ab- und Umsatz rabattierter Arzneimittel
Im Dezember 2009 gaben die Apotheken 28.242.998 rabattierte Arzneimittel ab. Dies entspricht einem Absatzanteil von 47,5% im GKV-Gesamtmarkt. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist der Absatz rabattierter Arzneimittel um 2,2 Prozent auf 28.242.008 Packungen leicht zurückgegangen. Der Umsatz von Rabattarzneimitteln belief sich im Dezember 2009 auf 688,9 Mio. Euro zu AVP bzw. 326,4 Mio. Euro zu HAP. Dies entspricht Zuwachsraten von 7,1% bzw. 13,6%.
f) Rabattverträge im Generikamarkt
Die Daten des Monats Dezember 2009 belegen erneut, dass Rabattverträge nur im Generikamarkt auf breiter Front Fuß gefasst haben. Arzneimittelrabattverträge mit Marktexklusivität sind prima facie ein Paradebeispiel für wettbewerbliches Verhalten. Bei näherem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass sie den Wettbewerb zum einen auf die Preiskomponente verkürzen. Versorgungsrelevante qualitative Aspekte – wie etwa die galenikbedingte bessere Verträglichkeit eines Produkts – werden komplett ausgeblendet. Den Zuschlag erhält der Anbieter mit dem niedrigsten Preis für Arzneimittel mit dem ausgeschriebenen Wirkstoff. Ein Wettbewerb, der allein auf den Produktpreis fokussiert und produktspezifische Vorteile völlig außer Acht lässt, ist jedoch destruktiv und innovationsfeindlich.
Zum anderen wird der Wettbewerb um Arzneimittelrabattverträge auf den Zeitpunkt der Angebotsabgabe konzentriert. Hersteller, die bei der Vergabe von Rabattverträgen nicht zum Zuge kommen, haben während der Laufzeit der Vereinbarungen keine Chance, das verlorene Terrain durch Marketingmaßnahmen (Beispiel: aggressive Preispolitik) zurück zu gewinnen. Denn der oder die „Ausschreibungsgewinner“ erhält bzw. erhalten ein Belieferungsprivileg (Liefermonopol / Lieferoligopol), während die „Ausschreibungsverlierer“ wegen der Verknüpfung der Rabattverträge mit der Substitution (Verpflichtung der Apotheke zur Abgabe rabattbegünstigter Arzneimittel, wenn die pharmazeutischen Voraussetzungen eines Austausches vorliegen und der Arzt den Austausch in § 129 Abs. Satz 2 SGB V und § 4 des Rahmenvertrages nach § 129 Abs. 2 SGB nicht ausgeschlossen hat), einem faktischen Verlaufs- und Belieferungsverbot unterliegen (vgl. § 129 Abs. 1 Satz 3 SGB V). Arzneimittelrabattverträge riegeln den jeweiligen Kassenmarkt mithin ab, sie stellen einen rigiden Marktausschluss dar.
Arzneimittelrabattverträge, die einem Anbieter oder einer begrenzten Anzahl von Anbietern ein befristetes Belieferungsprivileg einräumen, entfesseln in einem Markt homogener Güter zwangsläufig einen ruinösen Unterbietungswettbewerb. Für die Generikahersteller geht es bei jeder Ausschreibung um das Prinzip „alles oder nichts“. Den Zuschlag muss sich ein erfolgreicher Bieter mit Preisen erkaufen, die sich in Grenzkostennähe, des Öfteren sogar unter den Herstellungskosten bewegen. In der Generikaindustrie gibt es bei Rabattverträgen mit Marktexklusivität daher keine Gewinner. Der einzige Unterschied zwischen einem Hersteller, der einen Zuschlag erhält, und einem Hersteller, der bei einer Ausschreibung leer ausgeht, besteht darin, dass der Ausschreibungsgewinner weniger verliert als der Ausschreibungsverlierer.
Rabattverträge ziehen tief greifende Weiterungen für die Patienten, die Krankenkassen und die Generikaindustrie selbst nach sich:
- Die Versorgungsqualität sinkt deshalb, weil verfügbare Optimierungen patentfreier Arzneimittel den Patienten aus Kostengründen nicht mehr zur Verfügung stehen.
- Das generische Geschäftsmodell als solches wird deshalb gefährdet, weil die Originatoren bei Ausschreibungen kurz nach Patentablauf die günstigsten Grenzkosten haben.
- Das Angebot neuer Generika wird deshalb ausgedünnt, weil die Generikahersteller sich auf um- und absatzstarke Substanzen konzentrieren.
- Die „generische Innovation“ wird deshalb zu Lasten der Patienten und der Versorgungsqualität unterbunden, weil sich ihre Mehrkosten bei Ausschreibungen nicht amortisieren.
- Die Entwicklung weiterer Biosimilars wird deshalb gefährdet, weil diese Produkte aus dem klassischen Generikageschäft quersubventioniert werden müssen.
- Der extrem hohe Preisdruck beschleunigt den Konzentrationsprozess in der Branche massiv, der zu einem Anbieteroligopol führen wird. Der pharmazeutische Mittelstand wird über kurz oder lang aus dem Markt katapultiert. Schon mittelfristig drohen den Krankenkassen Preisdiktate des Anbieteroligopols.
- Der Innovationsdruck, den Generika auf die forschenden Arzneimittelhersteller ausüben, sinkt.
- Der Generikastandort Deutschland steht auf dem Spiel.
Die politisch diskutierte Unterwerfung der Krankenkassen unter das Kartellrecht kann die skizzierte Entwicklung nicht aufhalten. Denn der ruinöse Unterbietungswettbewerb im Generikamarkt wird durch die schiere Marktmacht einzelner Krankenkassen induziert, von kartellrechtswidrigem Marktmissbrauch kann bisher nicht die Rede sein.
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Anzahl_AM-Rabatte_Dez09 (pdf) (70.4 KB)
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11. Strukturkomponente - Datenbasis: IMS HEALTH
a) Methodik
Die IMS HEALTH-Strukturkomponentenstudie wird auf der Grundlage des Brutto-AVP berechnet, Hersteller- und Apothekenabschläge werden mithin ebenso nicht herausgerechnet wie die Arzneimittelzuzahlungen der Patienten. Ausgeklammert sind zudem die Entlastungen, die für die Krankenkassen aus Rabattverträgen nach § 130a Abs. 8 SGB V resultieren. Für die Studie hat IMS HEALTH den GKV-Markt in vier Segmente gegliedert (Segment 1: patentgeschützte Arzneimittel ohne Festbetrag; Segment 2: patentfreie Arzneimittel ohne Generikakonkurrenz und ohne Festbetrag; Segment 3: patentfreie Arzneimittel mit Generikakonkurrenz, aber ohne Festbetrag; Segment 4: Festbetragsarzneimittel).
Die Analyse untersucht sowohl den Intramedikamenteneffekt (Umsatzveränderungen, die auf Verordnungsveränderungen beruhen, die die Packungsgröße, die Dosis/Wirkstärke oder die Darreichungsform identischer Präparate betreffen) als auch den Intermedikamenteneffekt (Umsatzveränderungen, die auf die Verordnung anderer Arzneimittel zurückzuführen sind; IMS Health untersucht dabei Verschiebungen innerhalb der vier Marktsegmente, zwischen den vier Marktsegmenten sowie zwischen Indikationsgruppen).
b) im Jahr 2009 (Preisbasis: Brutto-AVP)
GKV-Gesamtmarkt:
Auf der Basis des Brutto-AVP sind die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen 2009 gegenüber dem Vorjahr per Saldo um 1,169 Mrd. Euro (4,8%) auf 28,488 Mrd. Euro gestiegen. Dieser Saldo schlüsselt sich wie folgt auf:
- Die Strukturkomponente, deren Steigerungsrate 2,6% beträgt, hat Mehrausgaben von 701,4. Mio. Euro bewirkt. Der Ausgabenanstieg geht mithin weit überwiegend auf ihr Konto.
- Ausgabentreiber Nr. 2 war der Mengenzuwachs in Höhe von 1,5%, der Mehrausgaben von 399,4 Mio. Euro verursacht hat.
- Im Untersuchungszeitraum stieg die Preiskomponente um moderate 0,2%. Die Mehrkosten für die GKV betrugen 68,2 Mio. Euro.
- Die nachstehenden Detailanalysen der vier Marktsegmente belegen, dass der größte Druck auf die Arzneimittelausgaben der GKV (auch) im Gesamtjahr 2009 von den patentgeschützten Arzneimitteln und den patentfreien Arzneimitteln ohne Generikakonkurrenz und ohne Festbetrag ausgegangen ist.
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Strukturkomp. Marktentwicklung GKV-Gesamt (pdf) (72.1 KB)
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Segment 1: Patentgeschützte Arzneimittel ohne Festbetrag:
Die Ausgaben in diesem Marktsegment sind um 897 Mio. Euro (14,9%) auf 6,912 Mrd. Euro nach oben geschnellt. Dieser Zuwachs basiert sowohl auf der Struktur - als auch auf der Preis - als auch auf der Mengenkomponente. Die Strukturkomponente ist um 3,1% gestiegen, was zu Mehrausgaben von 186 Mio. Euro geführt hat. Der Verordnungsmengenzuwachs um 2,5 Mio. PE (9,4%) hat ein Ausgabenplus von 565 Mio. Euro bewirkt. Er war damit der Hauptausgabentreiber in diesem Teilmarkt. Die um 2,4% gewachsene Preiskomponente hat die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen um 146 Mio. Euro erhöht.
In diesem Marktsegment machen sich nach wie vor vor allem die kontinuierlich steigenden Ausgaben für die besonders teuren Spezialpräparate bemerkbar.
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Strukturkomp. Marktsegment 1 (pdf) (72.4 KB)
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Segment 2: Patentfreie Arzneimittel ohne Festbetrag und ohne Generikakonkurrenz:
Der Umsatz in diesem Teilmarkt ist um -39 Mio. Euro (-3,1%) auf 1,249 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Strukturkomponente weist in diesem Marktsegment eine negative Wachstumsrate von -0,6% auf, was einer Ausgabenabnahme von -7,9 Mio. Euro entspricht. Der Absatz ist um 0,8% (0,8 Mio. PE) rückläufig, woraus Minderausgaben von -17,3 Mio. Euro resultieren. Der Anstieg der Preiskomponente um 2,3% spiegelt einen Ausgabenzuwachs von 29,6 Mio. Euro wider.
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Strukturkomp. Marktsegment 2 (pdf) (70.6 KB)
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Segment 3: Patentfreie Arzneimittel mit Generikakonkurrenz, aber ohne Festbetrag:
Der Umsatz in diesem Marktsegment betrug 8,682 Mrd. Euro, wobei die Ausgaben per Saldo um 527 Mio. Euro (6,5%) wuchsen. Hauptursache des Ausgabenanstiegs war ein Wachstum der Strukturkomponente von 304,9 Mio. Euro (3,7%). Die vom Faktor „Preis“ ausgehende Mehrbelastung der GKV belief sich auf 191,8 Mio. Euro (2,4%), die um 0,4% gestiegene Menge auf 119,6 Mio. PE bewirkte eine Ausgabenerhöhungen von 30,3 Mio. Euro.
Die Daten dieses Teilmarktes indizieren die Marktdynamik: Denn dieser zum generikafähigen Markt gehörende Teilmarkt stellt eine Übergangsphase dar, die um- und absatzstarke Arzneimittel nach Patentablauf und vor Festsetzung eines Festbetrages durchlaufen. Einige Erstanbieter erhöhen ihre Preise nach Patentablauf, die meisten behalten ihre Preise aber entweder bei oder senken sie nur leicht, während der Preiswettbewerb im Generikamarkt noch seiner höchsten Intensität entgegen strebt. Der Zuwachs in der Strukturkomponente deutet darauf hin, dass im Jahr 2009 einige Umsatzstarke und hochpreisige Arzneimittel ihren Patentschutz verloren haben.

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Strukturkomp. Marktsegment 3 (pdf) (72.3 KB)
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Segment 4: Festbetragsmarkt:
Als Ausgabenbremse fungierte hingegen einmal mehr der Festbetragsmarkt. Hier ist der Umsatz 2003 nämlich unter dem Strich um -216 Mio. Euro (-1,8%) auf 11,625 Mrd. Euro gesunken. Die wesentliche Ursache dafür ist das um -2,5% rückläufige Preisniveau, das Minderausgaben von -299,2 Mio. Euro nach sich gezogen hat. Diese gravierende Entlastung hat den Ausgabenanstieg von 179.9 Mio. Euro überkompensiert, die der Mengenzuwachs von 7 Mio. PE (1,5%) verursacht hat. Strukturverschiebungen haben gegenüber dem Vorjahr zu Mehrausgaben von -96,7 Mio. Euro (-0,8%) geführt.
Da der Festbetragsmarkt die angestammte Domäne der Generika ist, sind die dargestellten Entlastungen fast ausschließlich ihnen zu verdanken.
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Strukturkomp. Marktsegment 4 (pdf) (70.9 KB)
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letzte Änderungen: 17.1.2012 17:09
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