Unnötige Arzneimittel-Ausgaben, weil Generikaquote stagniert
Berlin, 28.10.2005
Die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Arzneimittelausgaben belegen, dass auch in diesem Jahr kein Grund zur Panikmache besteht. Darauf hat der Verband Pro Generika hingewiesen. „Trotzdem wird unnötig Geld ausgegeben, weil immer noch viel zu viele teure Präparate statt preiswerter und qualitativ gleichwertiger Generika verordnet werden“, kritisierte Pro Generika-Geschäftsführer Hermann Hofmann. Am Ende des Jahres werden deshalb nach Verbandsberechnungen die gesetzlichen Krankenkassen - wie im vergangenen Jahr auch - eine Milliarde Euro zu viel ausgegeben haben.
Die Generikaquote stagniert seit längerem; bei den 2004 und 2005 patentfrei gewordenen Wirkstoffen ist die Generikaquote sogar teilweise stark rückläufig. „Es muss schneller und öfter von teureren Erstanbieterprodukten auf die preiswerteren Generika gewechselt werden“, verlangte Hofmann. Generika sind im Durchschnitt 40 Prozent günstiger als die patentfrei gewordenen Produkte. Aufgrund des funktionierenden Wettbewerbs der Hersteller sinken die Generika-Preise stetig.
Ohne Generika würden die Arzneimittelausgaben jährlich um rund 2,8 Milliarden Euro höher liegen. „Diese Summe sparen die Krankenkassen Jahr für Jahr dank Generika ein“, erläuterte Hofmann.
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